Das Lächeln der Frauen

Monatstipp Februar 2011

Nicolas Barreau: Das Lächeln der Frauen

Verlag: Thiele
rezensiert von Susanna Erb

"Es gibt keine Zufälle", sagt die Protagonistin dieses Buches und darin muß ich ihr zustimmen.
So wie Aurélie in diesem Roman das Buch findet, das ihr Leben rettet, so kam dieses Buchgeschenk ganz unverhofft mitten im Weihnachtsgeschäft zu mir und erhellte mir ein paar dunkle Winterstunden und wärmte mir das Herz und verzauberte mich mit seinem Märchenduft:
ein bunter Schmetterling im Winter, ein liebenswerter Traum der Liebe!
Wie ein Schmetterling mutet auch die tanzende Frau im roten Kleid auf dem Cover an und obwohl wir sie nur von hinten sehen, können wir ihr Lächeln sehen und ihr Glück fühlen.
Sie tanzt auf den Eiffelturm zu.
Paris: dort spielt die Geschichte, in der soviel Schicksalgelenktes passiert.
Beziehungen haben im grunde immer das Zeug zum Drama, aber der junge Pariser Autor Nicolas Barreau hat wiederum das Zeug dazu, seine Beziehungs- und Liebesgeschichte mit außergewöhnlichem Charme zu einer köstlichen Komödie anzurichten.
Also: hinein ins Geschehen!
Wer wäre nicht erstaunt und fasziniert, wenn er in einem Buch plötzlich sich selbst wiederfände - und dazu noch auf sehr reizvolle Art und Weise?! Wenn er sich so beschrieben sähe, daß kein Zweifel an der übereinstimmenden Identität bleibt?!
Nachdem die junge, schöne Aurélie, Köchin in einem eigenen kleinen Restaurant, von ihrem Freund verlassen wird, irrt sie in ihrer Verzweiflung ziellos durch Paris, bis sie schließlich auf der Flucht vor dem allzu großzügigen Beschützergeist eines Polizisten in einer kleiner Buchhandlung landet und beim Herumstöbern das besagte Buch findet, das sie in ihrem Verlustschmerz rettet. Es ist das erste Buch, das sie ganz liest und es markiert einen Wendepunkt in ihrem Leben.
Aurélie setzt sich in den Kopf, ihren Retter, den englischen Autor jenes Buches kennenzulernen. Sie möchte sich ihm in ihrem Restaurant mit einem selbst komponierten Menu dankbar erweisen.
Wie der Flügelschlag eines Schmetterlings Stürme auslösen kann, so erschüttert Aurélies Wunsch das Leben eines gewissen Andrè Chabanais.
Denn nur über André, den Lektor des französischen Verlages, in dem ihr "Rettungsbuch" erschienen ist, kann sie sich Zugang zu ihrer Wunscherfüllung verschaffen.
Zwischen Hoffen und Bangen nimmt die Geschichte auf einer Bühne unglaublich komischer Irrungen und Verwirrungen Fahrt auf.
Sie ist zum Weinen und zum Lachen schön. Sie ist witzig und garantiert kitschfrei romantisch.
Vive l'amour!
Merci, Nicolas Barreau, für dieses herzerwärmende, lebenskluge Amüsement! Für den wunderbar verführerischen Genuß!
Tauchen Sie ein in "Das Lächeln der Frauen" und Sie werden lächelnd daraus wiederauftauchen!
Bonne chance!

"Bestsellerlisten interessieren uns an dieser Stelle nicht. Was Sie hier finden, sind Bücher, die wir lieben".

"Anne Tyler gehört zum Besten, was wir an Erzählern gegenwärtig haben." (Jonathan Franzen)

"Ich behaupte: Das ist das neue Meisterwerk einer der besten Schriftstellerinnen deutscher Sprache überhaupt!" (Christian Oelemann über Lena Gorelik)

"Einmal mehr beweist der britische Schriftsteller, dass er zu den ganz Großen seiner Zunft gehört – zu den wirklich Souveränen." (Christian Oelemann über Ian McEwan's KINDESWOHL)
"Wolf Schneider war und ist nie mittelmäßig sondern stets erstklassig. Genau wie sein Buch!" (Christian Oelemann zu HOTTENTOTTENSTOTTERTROTTEL)
"Nicht nur die Architektur dieses Romans ist perfekt; Anne von Canals Sprache ist es auch: punktgenau und unmissverständlich." (Christian Oelemann über Anne von Canals DER GRUND)

«Der Roman ist herrlich. Ein Roman über das Glück. So witzig und ehrlich. Ich habe ihn so gerne gelesen.»
(Gerwig Epkes, SWR2, Literatur über Patrick Tschans «Eine Reise später»)"

Christian Oelemann