Lieben sich zwei

Monatstipp August 2011

Stefan Moster: Lieben sich zwei

Verlag: Mare Verlag
rezensiert von Susanna Erb

"Lieben sich zwei" - das könnte der Titel eines Bildes sein, der einen bestimmten Moment in der Bestandsaufnahme einer Beziehung widergibt.
So verrät der gelungene Titel für Stefan Mosters gerade erschienenes zweites Buch, auf das alle Moster-Fans sehnsüchtig gewartet haben, denn auch schon das
Sujet:
der Roman nimmt uns mit auf eine Reise in eine Beziehung, die in ihrer sehr aufmerksamen und subtilen Betrachtung durchaus an eine Fotografie erinnert; eine Aufnahme aber, die sich im Laufe von 5 Monaten unter der heilen Oberfläche der Harmonie schleichend verändert.
Der Sprachvirtuose Stefan Moster führt uns auf intelligentem, höchstem Sprachniveau und mit exzellentem Einfallsreichtum durch diese Zeit eines jungen, modernen Paares und in die Topografie ihrer Seelen.
Ines und Daniel, Mitte dreißig, sind gerade aus ihrer pfälzischen Heimat in die Hamburger Hafen-City gezogen, in der sie nun heimisch werden wollen.
Die ausbleibende Erfüllung ihres Kinderwunsches stellt beide vor emotionale und taktische Herausforderungen, die jeder für sich, in der Einsamkeit der eigenen Seele, zu beantworten versucht, auch wenn sie gemeinsam entscheiden, ihren Kinderwunsch auf alternativem Weg zu erfüllen.
In einer fast "berechnend" pointierten und erregend "kühlen" Art und Weise analysiert und seziert Stefan Moster das heile Bild dieser Ehe.
Mit seiner genialen Beobachtungsgabe und seinen inspirierten Schärfeneinstellungen auf und hinter dieses Bild erzeugt er eine Spannung, die zum Sog wird.
Gleichzeitig läßt er uns teilhaben an der Entwicklung einer Metropole, die den Zeitgeist auf politischer, ökonomischer und sozialökologischer Ebene wiederspiegelt und von der aus wir auch in andere Teile der Welt blicken, in die Daniels Beruf uns führt.
Auch dieser Roman ist so wie Stefan Mosters Erstling ("Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels") ein durch und durch vielschichtiges Werk: brilliant und verführerisch!
Ich liebe es und deshalb möchte ich es Ihnen ans Herz legen und ich hoffe und wünsche mir sehr, damit die bereits bestehende Stefan-Moster-Fan-Gemeinde zu erweiteren!
"Lieben sich zwei": Sie werden überrascht und fasziniert sein und reichlich belohnt werden mit einem ganz großen literarischen Schatz, den Sie nie wieder vergessen!
Außerdem macht Stefan Moster uns in Kürze (im September) wieder das Geschenk seines Besuches und wir laden Sie schon vorab hiermit ganz herzlich zu seiner Lesung ein!
Ich danke Stefan Moster für dieses grandiose zweite Werk und seine Fähigkeit, uns zu berühren, zu erfreuen, zu begeistern und zu verführen!

"Bestsellerlisten interessieren uns an dieser Stelle nicht. Was Sie hier finden, sind Bücher, die wir lieben".

"Anne Tyler gehört zum Besten, was wir an Erzählern gegenwärtig haben." (Jonathan Franzen)

"Ich behaupte: Das ist das neue Meisterwerk einer der besten Schriftstellerinnen deutscher Sprache überhaupt!" (Christian Oelemann über Lena Gorelik)

"Einmal mehr beweist der britische Schriftsteller, dass er zu den ganz Großen seiner Zunft gehört – zu den wirklich Souveränen." (Christian Oelemann über Ian McEwan's KINDESWOHL)
"Wolf Schneider war und ist nie mittelmäßig sondern stets erstklassig. Genau wie sein Buch!" (Christian Oelemann zu HOTTENTOTTENSTOTTERTROTTEL)
"Nicht nur die Architektur dieses Romans ist perfekt; Anne von Canals Sprache ist es auch: punktgenau und unmissverständlich." (Christian Oelemann über Anne von Canals DER GRUND)

«Der Roman ist herrlich. Ein Roman über das Glück. So witzig und ehrlich. Ich habe ihn so gerne gelesen.»
(Gerwig Epkes, SWR2, Literatur über Patrick Tschans «Eine Reise später»)"

Christian Oelemann