Das geheime Leben des Monsieur Pick

Monatstipp April 2017

Foenkinos, David: Das geheime Leben des Monsieur Pick

Verlag: DVA
rezensiert von Christian Oelemann

Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek, die auf eine Idee des amerikanischen Schriftstellers Richard Brautigam zurückgeht:
gesammelt werden dort Bücher, die nie erscheinen durften.
Eines Tages entdeckt eine junge Pariser Lektorin dort ein Meisterwerk, sie bringt es in ihrem Verlag heraus und der Roman wird zum sensationellen Bestseller.
Der Autor, ein gewisser Henri Pick, ist vor Jahren verstorben und war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte?

David Foenkinos, in Deutschland zuletzt mit »Nathalie küsst« berühmt, hat einen sprachgewaltigen und witzigen Roman geschrieben, in dem er beweist, wie viel er vom Verlagswesen und vom Buchhandel versteht. Diese verrückte Geschichte vom Roman, der eigentlich nicht hätte erscheinen sollen, spornt Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.

Der vorzügliche Roman wurde übrigens als Hörbuch glänzend eingelesen von Axel Milberg.
Chapeau, David Foenkinos!

"Bestsellerlisten interessieren uns an dieser Stelle nicht. Was Sie hier finden, sind Bücher, die wir lieben".

"Anne Tyler gehört zum Besten, was wir an Erzählern gegenwärtig haben." (Jonathan Franzen)

"Ich behaupte: Das ist das neue Meisterwerk einer der besten Schriftstellerinnen deutscher Sprache überhaupt!" (Christian Oelemann über Lena Gorelik)

"Einmal mehr beweist der britische Schriftsteller, dass er zu den ganz Großen seiner Zunft gehört – zu den wirklich Souveränen." (Christian Oelemann über Ian McEwan's KINDESWOHL)
"Wolf Schneider war und ist nie mittelmäßig sondern stets erstklassig. Genau wie sein Buch!" (Christian Oelemann zu HOTTENTOTTENSTOTTERTROTTEL)
"Nicht nur die Architektur dieses Romans ist perfekt; Anne von Canals Sprache ist es auch: punktgenau und unmissverständlich." (Christian Oelemann über Anne von Canals DER GRUND)

«Der Roman ist herrlich. Ein Roman über das Glück. So witzig und ehrlich. Ich habe ihn so gerne gelesen.»
(Gerwig Epkes, SWR2, Literatur über Patrick Tschans «Eine Reise später»)"

Christian Oelemann