Die Geschichte der Baltimores

Monatstipp Juni 2016

Joel Dicker: Die Geschichte der Baltimores

Verlag: Piper
rezensiert von Sabine Täger

Einmal ist ja bekanntlich immer das erste Mal und so habe ich mich getraut, auch mal einen Tipp des Monats zu schreiben.
Gefallen ist meine Wahl auf Joel Dicker, ein junger, 1985 in Genf geborener Autor. Schon sein erstes Werk auf deutsch (Die Wahrheit über
den Fall Harry Quebert, Piper TB) hatte mir sehr gut gefallen und so stürzte ich mich voller Vorfreude auf sein neues Werk.

Erzählt wird die Geschichte der beiden Familien Goldman. Die einen wohnen in Montclair, einem langweiligen Städtchen in New Jersey. Der Sohn Marcus besucht eine staatliche Schule. Die anderen Goldmans wohnen
in Baltimore in einer Villa, Sohn Hillel besucht eine Privatschule und später gesellt sich noch Adoptivsohn Woody hinzu, ein talentierter Footballspieler. Die drei Jungs wachsen zusammen auf, verbringen alle
Ferien miteinander. Im Sommer in den Hamptons, in Winter in Miami, wo die Goldmans aus Baltimore jeweils Ferienhäuser haben. Marcus is etwas neidisch auf seine wohlhabenden Verwandten, trotzdem sind die drei die besten Freunde und werden zur eingeschworenen Goldman-Gang. Später kommt
Alexandra dazu, für die alle drei heimlich schwärmen.

Schon zu Beginn erfährt der Leser, dass die Geschichte auf eine
Katastrophe zusteuert.
Marcus, der inzwischen ein gefeierter Schriftsteller geworden ist, beginnt damit, die ganze Geschichte der Baltimore Familie aufzuschreiben.
Ich habe dieses Buch mit sehr viel Freude gelesen. Scheibchenweise entblättert sich in Rückblicken die ganze Wahrheit. Auch wenn das Buch kein Krimi ist, so steigt doch die Spannung von Seite zu Seite.
Für mich ist das ein besonderes Buch in diesem Frühjahr.
Viel Lesevergnügen!

"Bestsellerlisten interessieren uns an dieser Stelle nicht. Was Sie hier finden, sind Bücher, die wir lieben".

"Anne Tyler gehört zum Besten, was wir an Erzählern gegenwärtig haben." (Jonathan Franzen)

"Ich behaupte: Das ist das neue Meisterwerk einer der besten Schriftstellerinnen deutscher Sprache überhaupt!" (Christian Oelemann über Lena Gorelik)

"Einmal mehr beweist der britische Schriftsteller, dass er zu den ganz Großen seiner Zunft gehört – zu den wirklich Souveränen." (Christian Oelemann über Ian McEwan's KINDESWOHL)
"Wolf Schneider war und ist nie mittelmäßig sondern stets erstklassig. Genau wie sein Buch!" (Christian Oelemann zu HOTTENTOTTENSTOTTERTROTTEL)
"Nicht nur die Architektur dieses Romans ist perfekt; Anne von Canals Sprache ist es auch: punktgenau und unmissverständlich." (Christian Oelemann über Anne von Canals DER GRUND)

«Der Roman ist herrlich. Ein Roman über das Glück. So witzig und ehrlich. Ich habe ihn so gerne gelesen.»
(Gerwig Epkes, SWR2, Literatur über Patrick Tschans «Eine Reise später»)"

Christian Oelemann