Der Trick

Monatstipp Juli 2016

Emanuel Bergmann: Der Trick

Verlag: Diogenes
rezensiert von Christian Oelemann

In seinem ausgesprochen witzigen und herzwarmen Roman erzählt Emanuel Bergmann von zwei außergewöhnlichen Figuren. Die eine ist der »Große Zabbatini«, geboren Anfang des 20. Jahrhunderts als Moshe Goldenhirsch in Prag und im Berlin der 30er-Jahre ein gefeierter Zauberkünstler, der die Naziherrschaft mit Glück und Frechheit überlebt und nach dem Zweiten Weltkrieg in Los Angeles lebt. Die andere Figur heißt Max und wird soeben elf Jahre alt. Seine Eltern wollen sich scheiden lassen. Also beschließt der Junge, den berühmten Magier Zabbatini, von dem sein Vater eine Schallplatte (die ausgerechnet an der entscheidenden Stelle einen Sprung hat) besitzt, um einen Liebeszauber zu bitten. Das Glück ist einerseits auf seiner Seite, denn er findet den Großen Zabbatini tatsächlich in einem Altenheim, nur hat sich der vom Leben enttäuschte Zauberkünstler soeben in den Kopf gesetzt, aus dem Leben zu scheiden. Da kommt ihm der kleine Kerl, der einen Zaubertrick von ihm will, eher lästig. Aber lesen Sie bitte selbst! Gar köstlich!
Selten verschlang ich in den vergangenen Jahren eine so humorvolle Geschichte.

Der noch recht junge Schriftsteller Emanuel Bergmann hat ein geradezu überbordendes Talent, In seiner Geschichte Geschichte zu erzählen. Geboren wurde er 1972 in Saarbrücken; nach dem Abitur zog es ihn nach Los Angeles, um dort Film und Journalismus zu studieren. Er war viele Jahre lang für verschiedene Filmstudios, Produktionsfirmen und Verlage in den USA und Deutschland tätig. Derzeit unterrichtet er Deutsch, übersetzt Bücher und schreibt Artikel für diverse deutsche Medien. ›Der Trick‹ ist sein erster Roman,
der nicht nur in Deutschland sondern zeitgleich auch in den Niederlanden und Frankreich für Furore sorgt.
Herzlichen Glückwunsch, Emanuel Bergmann, herzlichen Glückwunsch jedem Leser, der »Der Trick« zu lesen bekommt. Einfach wunderbar!

"Bestsellerlisten interessieren uns an dieser Stelle nicht. Was Sie hier finden, sind Bücher, die wir lieben".

"Anne Tyler gehört zum Besten, was wir an Erzählern gegenwärtig haben." (Jonathan Franzen)

"Ich behaupte: Das ist das neue Meisterwerk einer der besten Schriftstellerinnen deutscher Sprache überhaupt!" (Christian Oelemann über Lena Gorelik)

"Einmal mehr beweist der britische Schriftsteller, dass er zu den ganz Großen seiner Zunft gehört – zu den wirklich Souveränen." (Christian Oelemann über Ian McEwan's KINDESWOHL)
"Wolf Schneider war und ist nie mittelmäßig sondern stets erstklassig. Genau wie sein Buch!" (Christian Oelemann zu HOTTENTOTTENSTOTTERTROTTEL)
"Nicht nur die Architektur dieses Romans ist perfekt; Anne von Canals Sprache ist es auch: punktgenau und unmissverständlich." (Christian Oelemann über Anne von Canals DER GRUND)

«Der Roman ist herrlich. Ein Roman über das Glück. So witzig und ehrlich. Ich habe ihn so gerne gelesen.»
(Gerwig Epkes, SWR2, Literatur über Patrick Tschans «Eine Reise später»)"

Christian Oelemann